Eigenes Implantatsystem macht Medentika zum Partner für den Zahnarzt

Medentika hat sich als innovativer Hersteller hochwertiger Komponenten für individualisierbare Prothetik etabliert. Ein günstiges Preisniveau bei konstant guter Qualität, technisches Know-how und Flexibilität begründen die hohe Akzeptanz in deutschen Laboren. Mit dem neuen Partner Instradent Deutschland GmbH werden jetzt auch vermehrt Zahnärzte angesprochen. Interessante Einblicke gewährte uns Thomas Jaberg, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Instradent Deutschland GmbH, der über eine langjährige, internationale Managementerfahrung im Bereich der Implantologie verfügt.

 

DI: Welches Ziel hat diese Kooperation zwischen Instradent und Medentika?

Jaberg: Instradent wurde 2014 als eine Distributionsplattform für den internationalen Vertrieb eigenständiger Produkte und zahnmedizinischer Dienstleistungen gegründet. Die Zugehörigkeit zur Straumann Gruppe hat den Vorteil, dass die Kooperation zwischen Instradent und Medentika eine sichere und langfristige Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit darstellt. Medentika fokussiert sich weiterhin auf die Entwicklung, Optimierung und Herstellung von Produkten für die Implantologie. Deren Vermarktung übernimmt Instradent. Diese stellt sicher, dass Kunden zuverlässige Leistungen zu noch attraktiveren Preisen bekommen.

DI: Medentika wurde dieses Jahr 10 Jahre alt. Welche Firmenphilosophie verfolgen Sie und was darf der Dentalmarkt in Zukunft noch erwarten?

Jaberg: Für Kunden ist ein Portfolio aus qualitativ hochwertigen Produkten auf optimalem Preisniveau besonders relevant. Medentika bietet mit seinen in Deutschland hergestellten, hochwertigen Implantatlinien und einem ausgereiften Abutmentangebot eine Versorgung ohne jegliche prothetische Limitierung. Die Neuorganisation im Bereich Marketing/Vertrieb und Produktentwicklung bietet weitere Vorteile. Unser Ziel ist es, die bewährte Kundenfreundlichkeit noch weiter auszubauen. Um noch flexibler auf individuelle Wünsche eingehen zu können, bauen wir konsequent unser qualifiziertes Mitarbeiterteam aus. Wir werden uns auf die Prozesse konzentrieren, die schnell und problemlos über die digitalen Medien abgewickelt werden können. Der gerade eingeführte eShop ist ein solches Beispiel. Instradent selbst bleibt eine schlanke Organisation, die darauf ausgerichtet ist, solide Qualität und Präzision zu äußerst konkurrenzfähigen Preisen anzubieten.

DI: Worin unterscheiden sich Ihre Produkte hauptsächlich von den Mitbewerbern?

Jaberg: Hohe Qualität zu kompetitiven Preisen ist unser Anspruch. Mit unserem Prothetiksortiment lassen sich alle prothetischen Indikationen realisieren. Selbst für anspruchsvollste Fälle gibt es keine Einschränkungen ? ob Hybridabutments auf Titanbasen, individuelle Titanabutments oder mehrgliedrige Brücken und Stege. Mit MedentiCAD haben unsere Kunden vielfältigste Möglichkeiten, Prothetik funktionell und hochpräzise umzusetzen.

DI: Welche Ziele sind im noch wachsenden Value-Segment geplant?

Jaberg: Wir werden dieses Segment mit Lösungen bedienen, die den wirklichen Bedürfnissen in Praxis und Labor entsprechen. Ziel ist, den Marktanteil von Medentika weiter mit innovativen Entwicklungen und prothetischen Komponenten für die eigenen und andere Implantatsysteme zu steigern. Die Qualität der Produkte wird auch bei günstigem Preis auf keinen Fall beeinträchtig.

DI: Welche Vorteile bieten die Optimierung und die eigene Herstellung von Originalprodukten?

 

 

Jaberg: Medentika hat mit den angebotenen Titanbasen und den Lokatoren von Novaloc den prothetischen Markt der pragmatischen Versorgungen in Deutschland mitgeprägt. Bei den Optimierungen handelt es sich nicht um Kopien von Prothetikteilen der Originalanbieter, sondern um eigens entwickelte und mit hoher Präzision in Deutschland gefertigte Komponenten. Die Palette der optimierten Produkte für alle gängigen Systeme wird weiter ausgebaut. Insbesondere die PreFace-Produkte sind gerade jetzt um die Linien von Camlog, Bego und ICX erweitert worden. Auch bei den Lokatoren wird es Weiterentwicklungen geben, die wir noch in diesem Herbst vorstellen werden. Neu wird im kommenden Jahr das Quattrocone Implantatsystem auf den Markt kommen. Hier stehen insbesondere der Trend zu hoher Primärstabilität und die Versorgung von zahnlosen Patienten mit vier Implantaten interforminär gesetzt im Fokus.

DI: Wo liegen die besonderen Eigenschaften der Medentika PreFace-Produkte?

Jaberg: Mit PreFace®-Abutments und PreFace®-Abutmenthaltern steigt der Kunde in seine eigene Produktion ein und bleibt gleichzeitig flexibel in der individuellen Gestaltung seiner Abutments. Die Pre- Face-Linie ermöglicht das individuelle Fräsen eines Sekundärteils mit einer vorgefertigten Implantatverbindung zum jeweiligen System. Das ist ein absolut innovatives und zukunftsträchtiges Konzept. Größtmögliche Variabilität auf der Materialseite ermöglichen die PreFace-Abutments in Titan Grade 5 KV oder in CoCr. Die Durchmesser 11,5 und 16 Millimeter sorgen für die notwendige Variabilität und garantieren eine einheitliche Länge.

DI: Welche Rolle soll die Implantatline im Medentika Sortiment übernehmen?

Jaberg: Mit dem eigenen Implantatsystem Microcone werden wir jetzt auch zu einem attraktiven Partner für den Zahnarzt. Die Implant Line wird in Deutschland hergestellt und basiert auf aktuellsten Erkenntnissen anspruchsvoller Implantologie und vereint die Vorteile der besten Premiumsysteme.

DI: Gibt es klinische Dokumentationen dazu?

Jaberg: Sämtliche Entwicklungen wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut und teilweise auch mit der Stony Brook Universität bei New York geprüft und dokumentiert. Dass das System zuverlässig ist und allen Ansprüchen der modernen Implantologie Genüge tut, zeigen zahlreiche Anwenderbeispiele.

DI: Was schätzen die Anwender am System?

Jaberg: Die einfache Handhabung, die zuverlässige Einheilung der Implantate und vor allem die angebotene prothetische Variabilität. Microcone erfüllt die komplexen Erwartungen, die erfahrene Implantologen an ein modernes Implantatsystem stellen.

DI: Erfahrene Implantologen und Labore brauchen immer weniger Serviceleistungen. Ist der eShop der Vertriebsweg der Zukunft?

Jaberg: Der Trend zum Online-Handel ist noch jung. Die einfache, bequeme und schnelle Bestellmöglichkeit von Verbrauchsmaterialien via Webshop setzt sich immer mehr durch. Diese Entwicklung hat Instradent veranlasst, sämtliche Medentika Produkte in einem professionellen eShop anzubieten. Bis zum 31. Dezember 2015 übernimmt Instradent übrigens die Standard-Versandkosten, wenn die Bestellmenge den Betrag von 98,- Euro überschreitet.

DI: Welche Chancen sehen Sie im Trend „digitale Zahnmedizin“ und wie beeinflusst der digitale Workflow die Entwicklung innovativer Produkte?

 

Jaberg: Auch im digitalen Bereich ermöglicht Medentika die präzise Individualisierung von prothetischen Bauteilen. Insbesondere der schnelle Weg zu einer ästhetischen, implantatgetragenen Einzelzahnversorgung wurde mit dem Produkt „MedentiCrown“ ausgebaut. Der Techniker konstruiert, Medentika fertigt eine komplette Lösung bestehend aus Krone und Titanbasis. Es werden also nicht konfektionierte Teile mit dem Risiko der Beeinträchtigung der Statik auf Maß gebracht, sondern individuelle Anfertigungen mit optimierten Geometrien hergestellt. Die angebotenen Prothetikkomponenten sind für die Arbeit mit digitalen Verfahren in Praxis und Labor optimiert. Wir gehen auch davon aus, dass sich die digitale Abdrucknahme in den Praxen immer mehr etablieren wird.

DI: Vielen Dank, Herr Jaberg, für dieses interessante Gespräch.

 

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